FDP Bremerhaven

FDP empört über die Haltung der GEW gegenüber der Bundeswehr

Freemann: Attacke der Lehrergewerkschaft GEW am Klassenausflug ist unangemessen

Bernd Freemann
Bernd Freemann
Bremerhaven, 22. Juni 2017. Die Freien Demokraten in der Stadtverordnetenversammlung (FDP) sind erschüttert über die Äußerungen des Landesprechers der Gewerkschaft, Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bernd Winkelmann, bezüglich eines Klassenausfluges zum Stützpunkt der Marineflieger in Nordholz.
„Für eine von der GEW deutschlandweit angelegte Aktion zur Diskreditierung der Bundeswehr an Schulen lässt sich die GEW zudem noch vor den Karren der LINKEN spannen“, empört sich der FDP-Stadtverordnete Bernd Freemann über das Verhalten des Landessprechers. Aus Sicht der FDP mangelt es der GEW als Interessenvertreterin des pädagogisch-wissenschaftlichen Bereiches an Objektivität.

Die FDP moniert den fehlenden Respekt der GEW vor den Leistungen und der Verantwortung deutscher Soldatinnen und Soldaten im In- und Ausland. Die GEW und die LINKE verweigern nach Meinung der FDP, die objektiven Tatsachen in Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr deutlich und klar zu benennen. „Die Bundeswehr hat sich von einer Verteidigungsarmee, zu einer dem Parlamentsbeschluss unterliegenden Interventionsarmee entwickelt. Neue Fähigkeiten werden von einer solchen Armee verlangt. Gerade die Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht erfordert eine völlig neue Form der Qualifikation und Rekrutierung“, erläutert Freemann die komplizierte Personalauswahl.

Für die FDP bedeutet das Engagement der Bundeswehr, an Schulen zugleich die Akzeptanz für den Wandel der Bundeswehr in der Gesellschaft zu schaffen. „Herr Winkelmann instrumentalisiert zusammen mit den LINKEN die Schülerinnen und Schüler, um eine politische Ideologie in der Institution Schule durchzudrücken. Dies hat mit dem Bildungsauftrag, der die Lehrkräfte zur Objektivität verpflichtet, nichts mehr zu tun“, missbilligt Bernd Freemann den GEW-Landessprecher.

Für die Freien Demokraten sind die individuellen Schulen für die Unterrichtsgestaltung verantwortlich. Als Ausbildungsträger kann die Bundeswehr auf Anforderung durch die Schulen im Rahmen der Berufsorientierung an den Bildungseinrichtungen tätig sein. Die von vielen Landesregierungen beschlossene Kooperation zwischen Schulen und Bundeswehr räumt der Bundeswehr auf der einen Seite weitreichende Möglichkeiten bei der Gestaltung des Politikunterrichtes durch die Jugendoffiziere ein. „Auf der anderen Seite sind die Lehrkräfte für die Ausgestaltung des Unterrichts verantwortlich. Ihnen die Kompetenz latent abzusprechen, eine objektive Darstellung der Bundeswehr zu gewährleisten, stellt gleichzeitig eine Beleidigung der betroffenen Lehrkräfte dar. Dieses ist so nicht hinnehmbar“, ergänzt Freemann seine Kritik.

Als Ausgleich und um ein Alternativangebot zu machen, unterstützt die GEW die Stiftung Friedensbewegung, die Unterrichtsmaterialien für die Lösung internationaler Konflikte aus ihrer Sicht anbietet. Eine gute Möglichkeit für den Landessprecher der GEW sich damit aktiv einzubringen. „Herr Winkelmann sollte sich ein Beispiel an anderen Gewerkschaften nehmen und nicht nur profan kritisieren, sondern das Gespräch mit der Bundeswehr suchen, um den Schulen in Bremerhaven so ein ausgewogenes, pluralistisches Angebot anbieten zu können“, so Freemann abschließend.


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